Tiny Forest © - Miniwäldchen in Rudersberg

Quelle: Miya e.V
Quelle: Miya e.V

Das aktuellste Projekt des NABU Ortsgruppe Rudersberg ist die Anlegung eines Mini-Waldes oder auch Tiny Forest genannt, nahe des Schulzentrums in Rudersberg. Auf einer Fläche von über 200 Quadratmeter sollen Anfang 2024 einheimische Baumsorten gepflanzt werden. Ziel ist es vor allem, durch den schnell wachsenden Miniwald über die Umwandlung einer untergeordneten Grasfläche in einen kleinen Wald dauerhaft CO² zu binden. Dafür muss zuvor den jungen Bäumen ein waldähnliches Bodensubstrat durch Bodenbearbeitung angeboten werden, um optimales und schnelles Wachstum der Bäume zu erreichen. All dies geschieht in Kooperation mit dem MIYA e.V., als Träger des notwendigen Knowhows über die passende Bodenzusammensetzung und der fachlichen Begleitung des Projekts.

 

Die Idee kam im Zuge der kreisweiten Ausschreibung "Dein Klimabudget zum Anpacken", das der Landkreis Rems-Murr  ausgeschrieben hatte. Die Gemeinde Rudersberg unterstützt das Projekt  und stellt die Fläche zur Verfügung.

Unsere Idee wurde vom Umweltausschuss des Landkreises Rems Murr mit anderen ausgewählt und so erhält der NABU Rudersberg Fördermittel in Höhe von über 17.700 € .

Vielen Dank an den Landkreis Rems-Murr und die Gemeinde Rudersberg!

Die Urkunde wurde durch unseren Vereinsvorsitzenden Wolfgang Bogusch entgegengenommen. Mit dem Geld werden die notwendigen Erdarbeiten sowie das nötige Material, Planzen, Zaun etc. und weitere Unkosten bezahlt

 

Standort

Quelle: Google Maps
Quelle: Google Maps

Der Standort wurde durch die Gemeinde Rudersberg zur Verfügung gestellt und befindet sich direkt gegenüber dem Schulzentrum Rudersberg nahe der Bahnhaltestelle Rudersberg-Nord der Wieslauftalbahn, auch "Wiesel" genannt.

Umsetzung

Die Umsetzung des Projekts erfolgt in drei Phasen: Zuerst erfolgt die Vorbereitung des Bodens, um den jungen Bäumen einen optimalen Nährboden zu bieten. Dabei wird die Grasnarbe entfernt sowie Kompost und weitere Substrate in den vorhandenen Boden eingearbeitet. Im zweiten Schritt werden die Bäume gepflanzt. Dies geschieht nach Pflanzliste mit definiertem, geringen Abstand, um ein schnelles Wachstum zu fördern. Während die ersten beiden Phasen innerhalb weniger Wochen abgeschlossen werden, zieht sich die letzte Phase über die kommenden 2 bis 3 Jahre. Die jungen Pflanzen müssen gewässert werden, bis sie ausreichend Wurzelmasse ausgebildet haben um dies selbst zu übernehmen.

Ziel

Quelle: Spiegel
Quelle: Spiegel

Ziel des ganzen ist es, in urbanen Gebieten für etwas mehr Natur zu sorgen. Dies bringt diverse Vorteile mit sich wie verbesserte Luftqualität, kühlere Temperaturen im Sommer und ein optischer Hingucker. Klar, am Ende reden wir hier von Rudersberg, einem Dorf im Grünen. Aber auch hier im Ländle trägt das Projekt zur Verbesserung der Lebensqualität bei.


Am Samstag den 06.04.2024 fand die große Pflanzaktion unseres Miniwäldchens statt. Ab 8 Uhr haben sich etwa 30 Helfer aus den Gemeinden Rudersberg und Schorndorf versammelt. Die meisten davon mit Verbindung zum NABU Ortsgruppe Rudersberg, aber auch einige der Ortsgruppe Schorndorf waren vertreten. Außerdem gab es auch Helfer der Rudersberger Bürger, einer Gruppierung des Gemeinderats in Rudersberg. Nach erfolgreich ausgeführten Vorarbeiten wie die Verteilung der Kompostschicht und Aufbereitung des Bodens, wurde in Gruppen innerhalb von 5 Stunden die Pflanzlöcher gegraben, Büsche und Bäume auf die Löcher verteilt und nach Anleitung fachgerecht eingepflanzt.

Für einen guten Start wurden alle Setzlinge mit etwa 2 bis 3 Liter Wasser eingeschwemmt. Damit die Feuchtigkeit möglichst lange im Boden bleibt, wurde die Erdschicht noch mit einer ca. 7 cm dicken Schicht aus Rindenmulch abgedeckt. Die Setzlinge sind im Stadium des Setz-Zeitpunkts noch sehr klein und unscheinbar, daher werden alle werdenden Bäume und Sträucher noch mit einem stabilen Zaun umrandet als Sicherheitsbarriere.

Alle Vorarbeiten sowie die eigentliche Errichtung des Miniwäldchens in Rudersberg sind hiermit abgeschlossen. Die Pflege allerdings, damit das Projekt es durch die kommenden 2 bis 3 Jahre schafft, kommt erst jetzt auf uns zu. Die Pflazen müssen über die immer trockener werdenen Sommer ausreichend mit Wasser versorgt werden. Wir vom NABU Rudersberg sind aber alle guter Dinge, auch diese Aufgabe noch bei bester Laune bewältigen zu können.


Auch wenn das Projekt noch nicht vollends abgeschlossen ist, wollen wir uns bei allen beteiligten Helfern, Geldgebern und Unterstützern von offizieller Seite her bedanken für das Engagement, dass für unsere Natur aufgebracht wurde. Die Stimmung vor, während und nach den Arbeiten an unserem Projekt war gigantisch und wird uns allen in bester Erinnerung bleiben. Wir hoffen, dass unser Miniwald als Vorzeigemodell nicht der letzte bleiben wird und noch viele andere ein solches Projekt aufgreifen.

 

Wir als Zivilistation haben der Natur in den letzten Jahrhunderten einiges angetan. Zeit, das wieder rückgängig zu machen. Mit einem Schritt nach dem anderen.

Quelle: Nabu Landesverband
Quelle: Nabu Landesverband

Miniwäldchen-Blog

Aktuelle Meldungen zu diesem und anderen Projekten gibt's auch auf unserer Instagrammseite. Lasst ein ❤️da für die Natur!


06.04.2024

 

Der große Pflanztag steht an!

 

Heute Morgen haben sich alle der ungefähr 30 freiwilligen Helfer um 8 Uhr an der geplanten Fläche des Rudersberger Miniwalds versammelt. Ein paar Tage vorher hatten wir schon Gruppen gebildet, um allen eine Aufgabe zuzuweisen. Die erste Gruppe hat sich darum gekümmert, die Pfosten mit Erdbohrern im Boden zu versenken um im Anschluss die Rollen der Staketenzäune daran zu befestigen als Umrandung der Pflanzfläche. Die Nächste hat an den markierten Stellen die Löcher gegraben während die letzte Gruppe die in Summe 655 Setzlinge eingegraben hat. Selbst der Rudersberger Bürgermeister Raimon Ahrens hatte sich an der Aktion beteiligt.

Zum Schluss haben alle in Teamarbeit nochmals großzügig alle Pflanzen bewässert und den Rindenmulch zwischen den Setzlingen verteilt. Gegen 13 Uhr waren wir dann auch schon fertig. Und voilà: So einfach entsteht ein Miniwäldchen!


05.04.2024

 

Alles steht in den Startlöchern. Als letzte Vorbereitungsmaßnahme werden am Tag vor der großen Pflanzaktion schonmal die zu grabenden Löcher mit kleinen Stöckchen vormarkiert. So lässt es sich einfacher graben.


03.04.2024

 

Bald gehts los! Der Rindenmulch zum Abdecken des Kompost wurde angeliefert.

 

Damit die Feuchtigkeit besser im Boden gehalten werden kann und die Sonne weniger Wasser verdunsten lässt, wird am Ende der Pflanzarbeiten noch Rindenmulch als Deckschicht über dem Kompost verteilt. Zuvor wurde dieser noch auf der zu bepflanzenden Fläche verteilt.


27.02.2024

 

Langsam sieht man auch mal was, nach der ganzen Planungsarbeit. Wird auch langsam Zeit!

 

Der notwendige Kompost zur Bodenaufbereitung wurde schon angeliefert und zwischengelagert, bevor es dann im Frühling endlich losgeht.  Dauert aber nicht mehr lange, versprochen!


04.12.2023

 

Damit kommt jetzt alles ins rollen - mit der Übergabe des Schecks des Landkreises an unseren Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Bogusch (links) für die finanziellen Mittel des Miniwäldchens. Nach der Zusage wird jetzt die Zusammenarbeit mit dem Miya e.V. in trockene Tücher gewickelt und das ganze Projekt gewinnt langsam aber Sicher an Fahrt. Planungen werden konkretisiert, Material wird bestellt und Termine für die Erdarbeiten mit dem ortsansässigen Straßenbauunternehmen wurden abgestimmt.